Facebook verheddert sich in Zukunftsvisionen – und scheitert krachend an der Realität | STERN.de

Es war eine gigantische Vision: Menschen aus der ganzen Welt sollen sich dank Facebooks VR-Brille Oculus Rift demnächst an virtuellen Strandpromenaden treffen, dabei auf in der Luft schwebenden Chatfenstern mit den Freunden quatschen können, die keine der teuren Brillen besitzen. So stellte sich Mark Zuckerberg auf der hauseigenen Messe F8 in San Jose die Zukunft von Facebook vor. Spötter mag die Vision einer virtuellen Traumwelt an das gescheiterte Pseudospiel Second Life erinnern. Für Zuckerberg und sein Team ist sie wohl auch Flucht vor den livegestreamten Morden der traurigen Facebook-Realität.FullscreenSo stellt sich Facebook die Zukunft des Netzwerkes vor. In der App Spaces für die Virtual-Reality-Brille Oculus Rift trifft man sich virtuell mit Freunden© FacebookDie sieht nämlich längst nicht so rosig aus wie die Comic-Avatare in der neuen „Spaces“-App für Oculus Rift. Anfang des Jahres beherrschte noch Facebooks Rolle in der Fakenews-Debatte das Bild des Netzwerkes. Mittlerweile ist das – nach wie vor nicht befriedigend gelöste – Thema einem viel drastischeren gewichen. Denn bei Facebook soll nach Zuckerbergs Willen immer mehr live passieren. Leider streamen aber nicht nur Hobby-Köche und Modebloggerinnen ihren Alltag – sondern auch immer mehr Mörder und Vergewaltiger. Und Facebook kann wie seine Nutzer nur machtlos zusehen.

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