Olympische Winterspiele 2018: Athleten trainieren in Virtual Reality

Die Winterspiele in Pyeongchang, Südkorea, stehen kurz vor der Tür. US-Athleten nutzen Virtual Reality für die Vorbereitung. Eine gute Idee?

Ab dem 10. Februar treten Athleten aus aller Welt bei der Winter-Olympiade in Südkorea gegeneinander an. Einige von ihnen haben die zu absolvierenden Pisten aber schon hunderte Male durchfahren. Wie ist das möglich – und bringt’s was?

Von der Piste in den Simulator

Alle Teams durften die Wettkampfpisten im Vorhinein einen Tag lang besuchen Das Unternehmen STRVR filmte die Pisten, auf denen im Februar die Spiele stattfinden werden, mit Hilfe von 360 Grad-Kameras, die an die Helme des US-Teams der Ski-Läufer und Snowboarder montiert wurden.

Das Resultat ist eine beeindruckende, virtuelle Fahrt die Wettkampfstrecke hinab. Im Normalfall nutzen Teams ihren Inspektionstag auf den Strecken dafür, sie genau abzumessen, Fotos und 2D-Videos zu machen. Die US-Sportler konnten nun aber hunderte Läufe im VR-Training auf Balance Boards sowie einem unterstützten Ski-Simulator unternehmen.

Wiedererkennung und Reaktionszeit

Damit können die Athleten auch abseits der Wettkampfstrecke eine ziemlich genaue Simulation der Abfahrt durchspielen. Dabei geht es vor allem um die Vertrautheit der Sportler mit der Strecke. Über die Kombination des Ski-Simulators mit dem 360 Grad-Video auf der Oculus Riftoder Samsung Gear VR, können die Sportler nun auch im Indoor-Training jede Bodenwelle kennen lernen.

Wohin geht der Ball? Auch im Football-Training soll VR die Reaktionszeit fördern.

Wohin geht der Ball? Auch im Football-Training soll VR die Reaktionszeit fördern.

Das soll im Wettkampf die Reaktionszeiten verbessern. Auf ähnliche Weise konnte STRIVR nach eigenen Angaben bereits die Leistungen seiner Athleten im Basketball um 10 Prozent, die von Football-Spielern sogar um 20 Prozent steigern. Ob sich das VR-Training aber wirklich im Endeffekt mit einem Platz auf dem Podest auszahlen wird, sehen wir erst im Februar, wenn die Athleten auf der echten Strecke an den Start gehen.

Auch der Olympic Channel nutzte in der Vergangenheit VR, um mit der 360 Grad-Serie Trending Gold auf die Spiele in Südkorea aufmerksam zu machen.

Was haltet ihr vom Leistungstraining in Virtual Reality? Kann das wirklich zu besseren Ergebnissen führen? Diskutiert mit uns in den Kommentaren!

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