Köln: 42 Stunden in „Skyrim VR“ – Andreas Hauber bricht Weltrekord im Dauer-Gaming im „Meltdown“ | Kölner Stadt-Anzeiger

, Virtual Reallity

 

Köln –

Im Kwartier Latäng ist am frühen Samstagmorgen der Weltrekord für die längste Zeit, die ein Mensch ohne Unterbrechung ein Computerspiel in der Virtuellen Realität gespielt hat, gebrochen worden.

Der alte Bestwert betrug gut 36 Stunden, ein Jahr zuvor in Australien aufgestellt. Der 28-jährige Kölner Andreas Hauber hatte sich nun vorgenommen, mindestens 37 Stunden am Stück in der Virtuellen Realität zu spielen. Am Ende schaffte er sogar 42 Stunden.

Dafür hatte sich Hauber den Fantasy- und Mittelalter-Epos „Skyrim VR“ ausgesucht und den Rekordversuch am Donnerstagmorgen in der Spiele-Kneipe Meltdown in der Kyffhäuserstraße gestartet. Mit der klobigen Virtual-Reality-Brille auf dem Kopf und 3D-Controllern in den Händen musste er Drachen und Soldaten erlegen und die riesige Spielewelt erkunden.

Andreas hauber

Andreas Hauber ist neuer Weltrekord-Halter im Dauer-Gaming.

Foto:

Thilo Schmülgen

Strikte Vorschriften

Die Regeln von Guiness World Records waren streng: Hauber durfte nicht einfach inaktiv in der Welt rumstehen, sondern musste durchgehend aktiv sein. Hätte er mit einer Aktion länger als 20 Sekunden gezögert, wäre der Rekord futsch gewesen. Er wurde zudem durchgehend gefilmt – hätte die Technik einen Hänger gehabt und wäre das Bild weg gewesen, hätte das denselben Effekt gehabt.

Pro Stunde durfte Andreas Hauber, der mit seiner Kölner Firma N-Gon VR-Computerspiele entwickelt und die gewonnen Erfahrungen für seine eigenen Spielekreationen nutzen will, zehn Minuten Pause machen, die Pausenzeiten aber auch ansammeln.

Schmerzen nach 28 Stunden

Als er die Virtual-Reality-Brille am Freitagnachmittag kurz abnimmt und einen Burger isst, muss er sich erst wieder an die echte, schummrige Welt der Gaming-Bar gewöhnen. „Weil ich die ganze Zeit den Bildschirm direkt vor den Augen habe, muss ich sie erst einmal scharfstellen“, sagt Hauber. Nach mittlerweile 28 Stunden in der Fantasywelt merkt er die Anstrengung, ist erschöpft und hat Schmerzen im Rücken und den Beinen, da er die meiste Zeit steht.

„Es ist sehr anstrengend“, sagt Hauber. „Ich bin froh, wenn es vorbei ist. Aber auch froh, es gemacht zu haben.“ Gegen 22 Uhr am Freitagabend war der Rekord geknackt, im Meltdown jubelten die Besucher mit Hauber. Der aber spielte noch bis in den frühen Morgen weiter. Sein Weltrekord muss noch offiziell bestätigt werden.